Eine Baufinanzierung wirkt auf viele erst einmal einschüchternd: „Welche Rate können wir uns leisten?“ „Was müssen wir beachten?“ „Gibt es Tipps für die Beantragung?“ Dieser Artikel gibt Ihnen einen wertvollen Überblick.
Welche Rate optimal für Sie ist
Pauschale Werte wie 40 % vom Netto bieten zwar eine Orientierung, sind aber kaum individuell. Werfen Sie lieber einen Blick auf Ihre persönlichen Kontoauszüge. Was geben Sie bislang für die Miete aus? Gibt es Sparleistungen, die Sie künftig für eine Baufinanzierungsrate nutzen könnten? Anschließend erstellen Sie einfach eine simple, aber detaillierte Einnahmen-Ausgaben-Rechnung:
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Hinweis: Rechnen Sie mit einem plausiblen Netto. Falls Sie regelmäßige Sonderzulagen wie bspw. Nachtzuschläge erhalten, sollten Sie hier nicht mehr als einen Mittelwert ansetzen.
Wie sich eine Baufinanzierung zusammensetzt
Selten besteht eine Hausfinanzierung aus nur einem Darlehen. Oftmals setzt sich das Gesamtkonzept aus mehreren Bausteinen zusammen:
• Baudarlehen der Hausbank (eins oder mehrere / zweckgebunden fürs Haus)
• Förderkredite (bspw. KfW)
• Ratenkredite (für Nebenkosten & Co. / nicht zweckgebunden)
• Eigenkapital (bspw. aus Bausparverträgen)
Je mehr Eigenkapital Sie einbringen können, desto besser – denn dadurch reduzieren sich die Gesamtfinanzierung, die Rate und oft auch der Zinssatz. Zumindest die Kaufnebenkosten sollten durch eigenes Geld gedeckt sein: also Zahlungen für Eintragungen im Grundbuch, den Makler und die Grunderwerbssteuer. Besser sind jedoch mindestens 20-30 % der Gesamtkosten oder mehr.
Die Höhe Ihrer Gesamtfinanzierung
Wenn Sie herausgefunden haben, welche Rate für Sie tragbar ist, lässt sich auch ermitteln, wie hoch die Finanzierung maximal ausfallen kann. Im ePaper (unterer Link) finden Sie Beispielrechnungen, die zeigen, wie Rate, Zins und Finanzierungssumme zusammenhängen.
Beispielrechnungen im ePaper nachlesen:
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Wissenswertes zur Laufzeit Ihrer Finanzierung
Spätestens mit dem Renteneintritt sollte eine Baufinanzierung erledigt sein. Planen Sie daher die Höhe der Tilgung so ein, dass die Kreditlaufzeit(en) diesen Zeitpunkt nicht überschreiten. Eine höhere anfängliche Tilgung von bspw. 3-5 % verkürzt die Laufzeit deutlich.
Was prüft eine Bank, wenn ich (ein) Darlehen beantrage?
Banken müssen sich ein umfassendes Bild über Ihre Kreditwürdigkeit machen. Daher prüfen sie Ihre Bonität und die Beleihbarkeit (bspw. leiht die Bank bis zu 80 % des Hauswertes) der betroffenen Immobilie – ob nun Neu- oder Altbau. Im Rahmen der Bonitätsprüfung stellen Kreditinstitute eine ähnliche Haushaltsrechnung auf wie weiter oben abgebildet. Bei Unklarheiten wenden sie sich an Sie als Antragsteller und fordern weitere Unterlagen an. Bei der Beleihungsprüfung kommt es auf den Wert und die Restnutzungsdauer des Gebäudes an.
Was Sie für eine reibungslose Beantragung tun können
Reichen Sie möglichst umfangreiche Bau- und Bonitätsunterlagen ein. Die Bank muss wissen, welche Ausgaben monatlich bei Ihnen zu erwarten sind. Auch auf die Haushaltsrechnung Einfluss nehmende Faktoren wie eine Schwangerschaft sollten Sie nicht verheimlichen. Je transparenter Sie kommunizieren und je aussagekräftiger Ihre Unterlagen sind, desto weniger muss die Bank nachfordern. Das spart teils Wochen an Zeit!
Ein Finanzmakler hilft Ihnen dabei, unterschiedliche Angebote miteinander zu vergleichen und die beste Gesamtfinanzierung für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden.

Die Darlehensprüfer der Banken müssen diverse Richtlinien bei der Kreditvergabe berücksichtigen.


