Und wieder wächst in der Nachbarschaft ein schickes Fertighaus in die Höhe! Die Fertigbauweise ist beliebt – dank kurzer Bauzeit, guter Planbarkeit und praktischer Festpreise. Warum es sich trotzdem lohnt, über einen Massivbau nachzudenken, zeigt Ihnen dieser Artikel.
Wann ist ein Gebäude ein Massivhaus?
Bei der massiven Bauweise bilden die Wände und Decken selbst das tragende Gerüst des Hauses. Sie übernehmen zwei Aufgaben:
Sie tragen das Gebäudegewicht.
Sie schließen die Räume ab. Sämtliche Grundmaterialien müssen dabei natürlichen Ursprungs sein. Das Gebäude wächst beim Bau Stück für Stück – quasi Stein für Stein.
Die Unterschiede zum Fertigbau
Fertighäuser bestehen aus einem tragenden Grundgerüst – oftmals eine Holzkonstruktion. Die weiteren einzelnen Bauteile werden im Werk vorgefertigt und dann vor Ort innerhalb weniger Tage montiert.
Gemauerte Wände für ein gutes Raumklima
In unserer Raumluft befindet sich eine ungeahnte Menge an Feuchtigkeit. Kein Wunder – denn wir kochen, duschen, waschen und besitzen oft auch noch einige Zimmerpflanzen. Massive Wände absorbieren diese Luftfeuchtigkeit und gleichen damit das Raumklima aus. Und falls die Luft mal zu trocken wird, gibt das Mauerwerk die Feuchte einfach wieder ab.
Bester Schallschutz dank massiver Bauweise
Der Wohnraum wird knapp. In der Folge stehen Häuser immer dichter zusammen. Dadurch nimmt auch die Lärmbelastung zu. Aber nicht nur die Nachbarn sorgen für einen hohen Geräuschpegel. Auch Verkehrslärm oder das Rauschen von Flugzeugen kann auf Dauer sehr belastend sein. Massive Wände absorbieren diese Schallwellen deutlich besser als Leichtbauwände.
Flexibel für Veränderungen
Plötzlich meldet sich zum dritten Mal Nachwuchs an – und es fehlt ein Kinderzimmer? Das Haus soll barrierefrei werden, aber dafür muss eine Wand weichen? Was es auch sei: Ein Massivbau macht diverse Veränderungen mit. Einzelne Wände sind in der Regel nicht entscheidend für die gesamte Statik. Massivhäuser lassen sich daher im Nachgang leichter umbauen als es bei einem Fertighaus der Fall wäre.
Eine echte Wertanlage
Massivhäuser gelten als solide Altersvorsorge. Sie erzielen einen hohen Wiederverkaufswert, weil sie so anpassungsfähig und pflegeleicht sind. Während Fertighäuser mit der Zeit reparaturanfällig werden, entsteht bei gemauerten Gebäuden meist ein geringerer Wartungsaufwand.
Von Natur aus gut gedämmt
Porenbetonsteine, Wärmedämmziegel und Leichtbetone punkten schon von sich aus mit starken Dämmeigenschaften. Sie speichern Sonnenwärme und geben sie zu einer kälteren Tageszeit wieder ab. In heißen Sommermonaten sorgen massive Wände für herrlich kühle Raumtemperaturen.



